23.08.2024, 12:35
7. März 2018
#2
Ort: Quelii Sektor - Corstris
Zeit: Jahr 23 nach Endor
Die Zeit scheint still zu stehen. Geht das? Kann die Zeit stehenbleiben? In diesem Moment habe ich genau das Gefühl sie steht still. Ich wage nicht zu atmen. Tief einatmend und auf diese Augen starrend bewegen sich meine Hände zu meiner Kapuze und ziehen diese im Zeitlupentempo nach hinten, um mein Gesicht zu zeigen. Wie selbstverständlich will ich mich der Person zeigen. Wo ich mich bisher eher verstecken wollte, will ich jetzt alles offenlegen, was zu mir gehört. Ich habe ein inneres Bedürfnis, das ich so nicht kenne. Ich habe noch nie so etwas gefühlt wie in diesem Moment. Ganz langsam atme ich aus, schaue in das Augenpaar vor mir, dass mir auf einmal sehr schüchtern und zurückhaltend entgegenblickt. Langsam erkenne ich die Konturen. Ein zartes Gesicht. Langes, blondes Haar, das an den Seiten über die Schultern herunterhängt. Es ist ein weibliches Wesen, das hier vor mir sitzt, auf einer Pritsche, welche mit einem ehemals weißem Tuch überdeckt ist.
Die Frau vor mir steht auf. Sie trägt ein dunkles, langes Kleid, welches verschmutzt und zerrissen wirkt. Sie sieht sehr erschöpft aus. Sie hat ungefähr meine Größe. „Du bist wirklich gekommen.“ Höre ich nun ihre Stimme direkt vor mir. In dem Moment sackt sie in sich zusammen und wird bewusstlos.
Ich springe vor, intuitiv, fange den erschöpften Körper auf. „Ich habe es versprochen. Ich werde dich hier rausbringen. Egal was es kostet.“ Sage ich zu ihr und hieve sie hoch. Mit der leblosen Frau auf meinem Arm, deren Identität mir noch immer fremd ist, verlasse ich dieses Verlies auf dem gleichen Weg, auf dem ich reingekommen bin. Aus welchen Gründen auch immer begegnet mir kein Wachmann auf meinem Weg nach draußen. Nun, wo ich sie sicher bei mir habe, greife ich auf die Macht zurück. Ich muss nur bis zu meinem Schiff kommen.
Nachdem ich die Stein Tür passiert habe, die mich in dieses Verlies brachte, lasse ich diese hinter mir knarrend zufallen mit einem Machtstoß. Jetzt ist mir egal, ob man mich erkennt. Ich öffne mich in der Macht, diese Macht, die hier so stark ist an diesem einen Ort und ziehe alle Energien ab, die ich kriegen kann. Ich spüre wie ich stärker werde, wie meine Kraft wieder zurückkehrt und das zusätzliche Gewicht auf meinen Armen plötzlich federleicht wird. Sie ist noch immer ohne Bewusstsein.
Zu meiner, nein zu unserer Sicherheit bilde ich eine Machtblase um uns herum, sodass niemand durchdringen kann. So schreite ich über den Platz durch die Festung und niemand hält mich auf. Ich fühle mich großartig. Ich spüre von der Festung auch keinen Widerstand. Irgendetwas ist hier ober faul. Doch das stört mich grad nicht. Ich möchte nur weg hier, mit ihr. Und herausfinden was passiert ist. Ich laufe mit ihr auf dem Arm weiter bis wir die Festung komplett hinter uns gelassen haben und durch ein waldiges Gebiet gehen. Viel Wald gibt es hier. Nicht verwunderlich für einen Waldplaneten.
Ich suche einen Platz, der geschützt durch die momentan kühl wütenden Stürme liegt. Mit Moos bewachsene Haine laden zum Ausruhen ein. Dieses Fleckchen hier ist geradezu ideal. Ich lege den noch immer leblosen Körper der Frau in das Moosbett. Ich setze mich daneben und beobachte sie. Ihre Züge im Gesicht sind gezeichnet von dem Martyrium, dass sie hinter sich hat. Ich erkenne auch ein zartes Wesen darunter. Sie muss gelitten haben. Doch damit ist jetzt Schluss. Ich nehme mir in diesem Moment vor, egal was mir in diesem Universum noch begegnen wird, ich beschütze dieses zauberhafte Wesen vor allem was ihr nicht gut tut.
Ich weiß nicht, wie viele Stunden ich so gesessen und sie beobachtet habe. Es wurde dunkel und wieder hell. Sie schläft tief und fest. Ich lege meine Hand vorsichtig auf ihren Arm und schließe die Augen. Ich checke mental ab, wie ihre Lebenszeichen sind. Sie ist schwach, aber sie lebt. Das ist das wichtigste. Ihr Körper erholt sich. Langsam sehe ich, wie die Farbe in ihren Körper zurückkehrt. Stück für Stück wird die weiße, farblose Haut wieder etwas rosiger. Ihr Gesicht nimmt wieder eine normale Farbe an und die Lippen strahlen wieder in ihrem mir aus den Meditationen bekannten Rot. Nachdem am zweiten Tag die Dämmerung einsetzte, öffneten sich diese wundervollen Augen wieder.
Anfangs panisch, dann schnell beruhigend schauten zwei funkelnde, tiefblaue Augen auf mich. Die Mundwinkel zogen sich ein minimales Stückchen nach oben. Lächelt sie etwa? Es sieht aus als geht die Sonne auf, dabei geht sie grad unter. „Du hast…“ haucht sie, ich lege einen Finger auf ihren Mund und stoppe sie „du bist schwach. Du musst jetzt nicht reden. Warte einfach bis du kräftig genug bist. Hier nimm das!“ Ich reiche ihr eine alte Feldflasche, die etwas Kometenwasser enthält. Es wird sie zusätzlich stärken. Es kommt aus den Quellen von Nentan, angereichert mit Mineralien von Manaan. Etwas Besseres gibt es nicht an Qualität des Wassers.
Sie trinkt langsam, Schluck für Schluck und beobachtet mich dabei. Ihre Augen mustern mich. Ich spüre in dem Moment, dass ich noch immer meine Kampferscheinung aktiviert habe. Ich beruhige mich, kontrolliere meinen Herzschlag und fahre mich einen Gang runter. Meine Augenfarbe switched von dunkelviolett zu einem dunkelbraun, fast schwarz. Mein Gesamterscheinung wirkt nun ruhiger und entspannter als noch vor einigen Minuten. Ihr scheint es gut zu gehen, wir sind hier an einem relativ ruhigen und sicheren Ort.
Sie schaut mich an. Ihre Auge fixieren mich. Ein leicht angedeutetes Lächeln huscht über ihr Gesicht. „Danke“ sagt sie und reicht mir die Flasche zurück. Ich nicke ihr zu. „Du hast lange geschlafen. Ich hoffe es geht dir auch besser.“ Ich taste mich langsam vorwärts. Sie lächelt mich jetzt an und nickt „ja das habe ich. Die letzten Wochen und Monate waren sehr anstrengend. Aber sag mir, wer genau bist du und warum hast du mich gerettet?“ Kurz darauf fügt sie noch hinzu „ich weiß, dass ich dich in meinen Träumen immer gesehen habe, jedoch weiß ich nicht wer du bist und warum ich dich gesehen habe.“
Ich räuspere mich. Dann beginne ich zu erzählen „warum ich dich gesehen habe, das kann ich dir nicht beantworten. Ich weiß nur, nach den ersten Malen habe ich direkt nach dir gesucht. Immer wieder kriegte ich den Input von dir und wollte dir helfen. Erklären kann ich es wirklich nicht. Es ist ein Gefühl.“ Ich versuche, genau das Gefühl zu vermitteln. Sie schaut mich weiter interessiert an. Ihre Augen strahlen so hell wie Saphire. „Und als du beim letzten Mal Corstris sagtest, da wusste ich, ich muss dich finden. Ich bin sofort aufgebrochen. Und hier bin ich. Zu mir persönlich. Mein Name ist Kirana. Ich komme von Dathomir, weshalb ich dich schnell finden konnte. Wir befinden uns im gleichen Sektor. Warum ich dich gerettet habe? Weil…“ ich verstumme. Ja warum – die Frage ist berechtigt. „Du fragst mich warum ich das tue? Ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Es ist ein Gefühl in mir, das mir sagt, ich muss es tun. Ich kann mich dagegen nicht wehren.“ Betroffen schaue ich nach unten während ich das sage.
Plötzlich spüre ich ihre zarten Finger, wie sie sich unter mein Kinn legen und dieses zu sich hochziehen. Nun schaue ich direkt in ihre blauen Augen. Ich muss schlucken. Ihre Augen, ihr Gesicht, einfach ihre gesamte Aura zieht mich in ihren Bann. Sie lächelt mich an „danke Kirana von Dathomir. Ich bin Kara. Kara von Corstris. Und ich befinde mich seit gut einem Jahr hier in Gefangenschaft. Ich korrigiere – ich befand mich. Meine Träume waren das Einzige, was mir geholfen hat, das zu überleben. Du hast mich befreit, doch sind wir nicht sicher. Nicht, solange wir uns hier aufhalten.“ Dann verdunkelt sich ihr Gesicht „nicht solange ich existiere“ fügt sie hinzu. Ich greife mit meiner Hand nach ihrer unter meinem Kinn und halte sie fest. Mein Blick in diese wundervollen Augen bleibt beständig. „Warum ist das so? Und wie kann ich dir helfen?“ frage ich sie. Nun ist es an ihr, nach unten zu schauen, den Blick zu senken und fast flüsternd zu verlauten „er wird mich nie gehen lassen. Er wird uns folgen. Er wird uns finden. Weißt du, warum er mich hat gehen lassen jetzt?“ Nun schaut sie mich wieder direkt an. Ihre Augen funkeln teils traurig, teils wütend. „Er spielt mit mir. Mit dir, mit uns. Er wird uns finden, wenn er es für wichtig hält. Beim letzten Mal war ich 7 Tage weg. Dann fand er mich. Ich kam nicht weit. Die gesamte Besatzung des Schiffes, auf dem ich mich versteckte, hat er getötet. Ich werde für ewig hier sein müssen. Daher bitte ich dich, bring mich zurück. Er wird dich sonst töten. Lieber habe ich dich nur in meinen Träumen dabei, als zu wissen dass du tot bist.“ Jetzt sieht sie betroffen und sehr traurig aus. Sie nimmt ihre andere Hand und streichelt mir über die Wange.
Ein Lächeln huscht über mein Gesicht „keine Sorge Kara von Corstris. Bei mir bist du sicher.“
To be continued…
#2
Ort: Quelii Sektor - Corstris
Zeit: Jahr 23 nach Endor
Die Zeit scheint still zu stehen. Geht das? Kann die Zeit stehenbleiben? In diesem Moment habe ich genau das Gefühl sie steht still. Ich wage nicht zu atmen. Tief einatmend und auf diese Augen starrend bewegen sich meine Hände zu meiner Kapuze und ziehen diese im Zeitlupentempo nach hinten, um mein Gesicht zu zeigen. Wie selbstverständlich will ich mich der Person zeigen. Wo ich mich bisher eher verstecken wollte, will ich jetzt alles offenlegen, was zu mir gehört. Ich habe ein inneres Bedürfnis, das ich so nicht kenne. Ich habe noch nie so etwas gefühlt wie in diesem Moment. Ganz langsam atme ich aus, schaue in das Augenpaar vor mir, dass mir auf einmal sehr schüchtern und zurückhaltend entgegenblickt. Langsam erkenne ich die Konturen. Ein zartes Gesicht. Langes, blondes Haar, das an den Seiten über die Schultern herunterhängt. Es ist ein weibliches Wesen, das hier vor mir sitzt, auf einer Pritsche, welche mit einem ehemals weißem Tuch überdeckt ist.
Die Frau vor mir steht auf. Sie trägt ein dunkles, langes Kleid, welches verschmutzt und zerrissen wirkt. Sie sieht sehr erschöpft aus. Sie hat ungefähr meine Größe. „Du bist wirklich gekommen.“ Höre ich nun ihre Stimme direkt vor mir. In dem Moment sackt sie in sich zusammen und wird bewusstlos.
Ich springe vor, intuitiv, fange den erschöpften Körper auf. „Ich habe es versprochen. Ich werde dich hier rausbringen. Egal was es kostet.“ Sage ich zu ihr und hieve sie hoch. Mit der leblosen Frau auf meinem Arm, deren Identität mir noch immer fremd ist, verlasse ich dieses Verlies auf dem gleichen Weg, auf dem ich reingekommen bin. Aus welchen Gründen auch immer begegnet mir kein Wachmann auf meinem Weg nach draußen. Nun, wo ich sie sicher bei mir habe, greife ich auf die Macht zurück. Ich muss nur bis zu meinem Schiff kommen.
Nachdem ich die Stein Tür passiert habe, die mich in dieses Verlies brachte, lasse ich diese hinter mir knarrend zufallen mit einem Machtstoß. Jetzt ist mir egal, ob man mich erkennt. Ich öffne mich in der Macht, diese Macht, die hier so stark ist an diesem einen Ort und ziehe alle Energien ab, die ich kriegen kann. Ich spüre wie ich stärker werde, wie meine Kraft wieder zurückkehrt und das zusätzliche Gewicht auf meinen Armen plötzlich federleicht wird. Sie ist noch immer ohne Bewusstsein.
Zu meiner, nein zu unserer Sicherheit bilde ich eine Machtblase um uns herum, sodass niemand durchdringen kann. So schreite ich über den Platz durch die Festung und niemand hält mich auf. Ich fühle mich großartig. Ich spüre von der Festung auch keinen Widerstand. Irgendetwas ist hier ober faul. Doch das stört mich grad nicht. Ich möchte nur weg hier, mit ihr. Und herausfinden was passiert ist. Ich laufe mit ihr auf dem Arm weiter bis wir die Festung komplett hinter uns gelassen haben und durch ein waldiges Gebiet gehen. Viel Wald gibt es hier. Nicht verwunderlich für einen Waldplaneten.
Ich suche einen Platz, der geschützt durch die momentan kühl wütenden Stürme liegt. Mit Moos bewachsene Haine laden zum Ausruhen ein. Dieses Fleckchen hier ist geradezu ideal. Ich lege den noch immer leblosen Körper der Frau in das Moosbett. Ich setze mich daneben und beobachte sie. Ihre Züge im Gesicht sind gezeichnet von dem Martyrium, dass sie hinter sich hat. Ich erkenne auch ein zartes Wesen darunter. Sie muss gelitten haben. Doch damit ist jetzt Schluss. Ich nehme mir in diesem Moment vor, egal was mir in diesem Universum noch begegnen wird, ich beschütze dieses zauberhafte Wesen vor allem was ihr nicht gut tut.
Ich weiß nicht, wie viele Stunden ich so gesessen und sie beobachtet habe. Es wurde dunkel und wieder hell. Sie schläft tief und fest. Ich lege meine Hand vorsichtig auf ihren Arm und schließe die Augen. Ich checke mental ab, wie ihre Lebenszeichen sind. Sie ist schwach, aber sie lebt. Das ist das wichtigste. Ihr Körper erholt sich. Langsam sehe ich, wie die Farbe in ihren Körper zurückkehrt. Stück für Stück wird die weiße, farblose Haut wieder etwas rosiger. Ihr Gesicht nimmt wieder eine normale Farbe an und die Lippen strahlen wieder in ihrem mir aus den Meditationen bekannten Rot. Nachdem am zweiten Tag die Dämmerung einsetzte, öffneten sich diese wundervollen Augen wieder.
Anfangs panisch, dann schnell beruhigend schauten zwei funkelnde, tiefblaue Augen auf mich. Die Mundwinkel zogen sich ein minimales Stückchen nach oben. Lächelt sie etwa? Es sieht aus als geht die Sonne auf, dabei geht sie grad unter. „Du hast…“ haucht sie, ich lege einen Finger auf ihren Mund und stoppe sie „du bist schwach. Du musst jetzt nicht reden. Warte einfach bis du kräftig genug bist. Hier nimm das!“ Ich reiche ihr eine alte Feldflasche, die etwas Kometenwasser enthält. Es wird sie zusätzlich stärken. Es kommt aus den Quellen von Nentan, angereichert mit Mineralien von Manaan. Etwas Besseres gibt es nicht an Qualität des Wassers.
Sie trinkt langsam, Schluck für Schluck und beobachtet mich dabei. Ihre Augen mustern mich. Ich spüre in dem Moment, dass ich noch immer meine Kampferscheinung aktiviert habe. Ich beruhige mich, kontrolliere meinen Herzschlag und fahre mich einen Gang runter. Meine Augenfarbe switched von dunkelviolett zu einem dunkelbraun, fast schwarz. Mein Gesamterscheinung wirkt nun ruhiger und entspannter als noch vor einigen Minuten. Ihr scheint es gut zu gehen, wir sind hier an einem relativ ruhigen und sicheren Ort.
Sie schaut mich an. Ihre Auge fixieren mich. Ein leicht angedeutetes Lächeln huscht über ihr Gesicht. „Danke“ sagt sie und reicht mir die Flasche zurück. Ich nicke ihr zu. „Du hast lange geschlafen. Ich hoffe es geht dir auch besser.“ Ich taste mich langsam vorwärts. Sie lächelt mich jetzt an und nickt „ja das habe ich. Die letzten Wochen und Monate waren sehr anstrengend. Aber sag mir, wer genau bist du und warum hast du mich gerettet?“ Kurz darauf fügt sie noch hinzu „ich weiß, dass ich dich in meinen Träumen immer gesehen habe, jedoch weiß ich nicht wer du bist und warum ich dich gesehen habe.“
Ich räuspere mich. Dann beginne ich zu erzählen „warum ich dich gesehen habe, das kann ich dir nicht beantworten. Ich weiß nur, nach den ersten Malen habe ich direkt nach dir gesucht. Immer wieder kriegte ich den Input von dir und wollte dir helfen. Erklären kann ich es wirklich nicht. Es ist ein Gefühl.“ Ich versuche, genau das Gefühl zu vermitteln. Sie schaut mich weiter interessiert an. Ihre Augen strahlen so hell wie Saphire. „Und als du beim letzten Mal Corstris sagtest, da wusste ich, ich muss dich finden. Ich bin sofort aufgebrochen. Und hier bin ich. Zu mir persönlich. Mein Name ist Kirana. Ich komme von Dathomir, weshalb ich dich schnell finden konnte. Wir befinden uns im gleichen Sektor. Warum ich dich gerettet habe? Weil…“ ich verstumme. Ja warum – die Frage ist berechtigt. „Du fragst mich warum ich das tue? Ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Es ist ein Gefühl in mir, das mir sagt, ich muss es tun. Ich kann mich dagegen nicht wehren.“ Betroffen schaue ich nach unten während ich das sage.
Plötzlich spüre ich ihre zarten Finger, wie sie sich unter mein Kinn legen und dieses zu sich hochziehen. Nun schaue ich direkt in ihre blauen Augen. Ich muss schlucken. Ihre Augen, ihr Gesicht, einfach ihre gesamte Aura zieht mich in ihren Bann. Sie lächelt mich an „danke Kirana von Dathomir. Ich bin Kara. Kara von Corstris. Und ich befinde mich seit gut einem Jahr hier in Gefangenschaft. Ich korrigiere – ich befand mich. Meine Träume waren das Einzige, was mir geholfen hat, das zu überleben. Du hast mich befreit, doch sind wir nicht sicher. Nicht, solange wir uns hier aufhalten.“ Dann verdunkelt sich ihr Gesicht „nicht solange ich existiere“ fügt sie hinzu. Ich greife mit meiner Hand nach ihrer unter meinem Kinn und halte sie fest. Mein Blick in diese wundervollen Augen bleibt beständig. „Warum ist das so? Und wie kann ich dir helfen?“ frage ich sie. Nun ist es an ihr, nach unten zu schauen, den Blick zu senken und fast flüsternd zu verlauten „er wird mich nie gehen lassen. Er wird uns folgen. Er wird uns finden. Weißt du, warum er mich hat gehen lassen jetzt?“ Nun schaut sie mich wieder direkt an. Ihre Augen funkeln teils traurig, teils wütend. „Er spielt mit mir. Mit dir, mit uns. Er wird uns finden, wenn er es für wichtig hält. Beim letzten Mal war ich 7 Tage weg. Dann fand er mich. Ich kam nicht weit. Die gesamte Besatzung des Schiffes, auf dem ich mich versteckte, hat er getötet. Ich werde für ewig hier sein müssen. Daher bitte ich dich, bring mich zurück. Er wird dich sonst töten. Lieber habe ich dich nur in meinen Träumen dabei, als zu wissen dass du tot bist.“ Jetzt sieht sie betroffen und sehr traurig aus. Sie nimmt ihre andere Hand und streichelt mir über die Wange.
Ein Lächeln huscht über mein Gesicht „keine Sorge Kara von Corstris. Bei mir bist du sicher.“
To be continued…
